Zeitzeugenberichte über Flucht und Vertreibung

Erlebnisse bei Flucht und Vertreibung

Deutsche in der Sowjetunion

Diesen Bericht hat die Zeugin nicht selbst verfasst, sondern ihre Großnichte Kristina K. Er berichtet von der Russlanddeutschen Christina S., die in der Sowjetunion geboren wurde und als Zwangsarbeiterin unter dem stalinistischen Terror in das Lager Workuta verbracht wurde. Obwohl sie eine Sowjetbürgerin war, fiel sie damit dem stalinistischen Terror zum Opfer, der seit dem Angriff der deutschen Wehrmacht am 22. Juni 1941 alle in der Sowjetunion lebenden Deutschen unter Generalverdacht stellte. Der Bericht gibt einen Einblick in die Zeit der Christina S. aus dem Lagerleben – ein Leben, das sie überlebt hat, und dies ist in Anbetracht der geschilderten Umstände keine Selbstverständlichkeit.


Karpatendeuche

Bericht von der Verschleppung des Zeitzeugen Josef F. in die Sowjetunion mit den Totenlisten der Metzenseifner, die dabei umgekommen sind.


Pommern

Ilse Elisabeth Elfriede E. geb. G, geb. am 04.08.1925 in Nemrin in Pommern beschreibt die Geschichte ihrer Flucht von Körlin, Belgard, Gera nach berlin und später in den Westen. Der Bericht ist für ihre Kinder und Enkel geschrieben und sehr persönlich und authentisch. Auch grausame Fluchterlebnisse werden berichtet. Ihre Geschichte steht exemplarisch für das Flucht- und spätere Vertreibungsgeschehen in Pommern im Jahr 1945. 

Letzte Tage in Pommern - Flucht - Vertreibung


Günter Z. beschreibt die Flucht aus Oberschlesien und der anschließenden Rückkehr nach Borutin/Streitkirch in seinem Fluchtbericht. Die hier geschilderte Form der Rückkehr gab es häufig, insofern ist das Erlebte typisch.


Ostpreußen

Dieser sehr umfangreiche Bericht wurde von Helene S. teilweise noch während ihrer Flucht aus Ostpreußen verfasst, weshalb die Fluchtroute der Familie von Ortelsburg in Ostpreußen bis nach Hessen sehr detailliert zurückverfolgt werden kann.


Die Zeitzeugin Betty F. berichtet über die Ankunft der roten Armee in Ostpreußen, sowie der folgenden Verschickung und Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion.


Die Zeitzeugin Christel H. berichtet über ihren beschwerlichen Weg über das Frische Haff, dem Sterben ihrer Großeltern, sowie dem Leben auf einer Kolchose und schließlich über die Übersiedlung in die englische Besatzungszone. Dieses Schicksal ist exemplarisch für die bis 1948 aus Ostpreußen ausgewiesenen Menschen. Die Sowjets benötigten Arbeitskräfte, um das neu zu erschließende Gebiet, die Kaliningrader Oblast (das frühere Nordostpreußen mit seiner Hauptstadt Königsberg), wiederaufzubauen und zu bewirtschaften. Die verbliebenen Deutschen dienten damals als günstige Arbeitskräfte, bis sie schließlich 1948 endgültig ausgesiedelt wurden.


Die Zeitzeugin Irmgard W. berichtet über eine stationsreiche Reise durch diverse ostpreußische Ortschaften, sowie der gefährlichen Überquerung des zugefrorenen Frischen Haffs nach Pillau. Von dort setzte sie mit einem Boot nach Danzig über, um von hier mit dem Zug gen Westen – in das heutige NRW – zu reisen.


Der Zeitzeuge Bruno F. floh zusammen mit seiner Familie aus dem ostpreußischen Lotterbach vor der sowjetischen Armee nach Pommern. Dort versteckten sich die Familie und andere Mitflüchtlinge für zehn Wochen in einem Wald, wo sie aus einem See tranken, in dem sich die Wildschweine suhlten. Mehrmals sind die einer Entdeckung durch die sowjetische Armee entgangen. Der Bericht setzt an der Stelle an, an welcher die Gruppe ihr Versteck verlässt. Die Flucht geht weiter in Richtung Berlin.


In Teil eins des Berichtes geht es um die Vorbereitung der Flucht, sowie um die Flucht selbst aus Ostpreußen, bis der Zeitzeuge und seine Familie in einem Wald in Pommern ankommen, um hier zehn Wochen zu leben. Dies wird in Kapitel 2 berichtet werden.


Die Zeitzeugin Margot B. berichtet über die Flucht aus ihrer Heimat Insterburg in Ostpreußen.


Die Zeitzeugin Margot S. floh mit ihrer Familie aus Königsberg über Hela in der Danziger Bucht nach Dänemark. In ihrem Bericht beschreibt sie die Flucht aus Königsberg über die Ostsee im April 1945 und die Aufnahme und den Lageraufenthalt in Dänemark.


Die Zeitzeugin Margot S. aus Königsberg konnte zusammen mit ihrer Familie fliehen und ist auf dem Seeweg nach Dänemark gelangt. In diesem Bericht beschreibt sie ihr Lagerleben. Mehr als 250.000 deutsche Flüchtlinge stranden am Ende des Zweiten Weltkrieges in Dänemark. Es waren vor allem Frauen, Kinder und alte Menschen, denen in den letzten Kriegsmonaten die Flucht vor der heranrückenden Roten Armee nach Dänemark gelang. 


Den Bericht eines Wolkindes Inge K. verfasst. Der Wolfskinder-Geschichtsverein e. V. definiert Wolfskinder als „anhanglose deutsche Kinder und Jugendliche, die im Frühjahr 1947 dem drohenden Hungertod im nördlichen Ostpreußen zu entgehen versuchten, aus diesem Grund in Litauen in außerdeutsche Zusammenhänge gerieten und infolgedessen ihre Herkunft zeitweise oder mit Hilfe einer neuen Identität gar dauerhaft verschleiern mussten". Genau dieses Schicksal beschreibt Inge K. 


Alfred B. beschreibt in seinem Bericht die Siuation nach dem Überrollen seines Trecks und dem Leben unter polnischer Herrschaft. In dieser Zeit hat er als Kind und Jugendlicher Zwangsarbeit leisten müssen und wurde 1948/49 erst "ausgesiedelt".


Mit einfachen Worten beschreibt Marion Sch. ihre Fluchtgeschichte aus dem Memelland. Gelandet ist sie schließlich in mecklenburg-Vorpommern. 


Einen sehr eindrucksvollen Bericht aus Ostpreußen hat Charlotte G. aus Königsdorf, in der Nähe von Heiligenbeil, verfasst. Sie hat Königsberg erst 1948 verlassen und bist dahin unter russischer Herrschaft Zwangsarbeit leisten müssen. Für viele zunächst in Ostpreußen verbliebene ist ihr Bericht exemplarisch. 


Einen sehr emotionalen Fluchtbericht schreibt Gerda G. aus Talwiesen in Ostpreußen. Sie erzählt eine fast typisch ostpreußisch zu nennende Flucht über das Frische Haff bis zur Ankunft im Westen. Sprachlich einfach verfasst mit häufiger Verwendung des typisch ostpreußischen Diminutivs kann man die ostpreußische Sprachfärbung beim Lesen regelrecht hören. 


Es war die größte Katastrophe in der Geschichte der Seefahrt: Am 30. Januar 1945, kamen 9.343 Menschen in der eisigen Ostsee ums Leben – sechsmal so viele wie beim Untergang der „Titanic“ – drei Torpedos des sowjetischen U-Boots S-13 hatten das deutsche Flüchtlingsschiff „Wilhelm Gustloff“ getroffen. An Bord waren vor allem Frauen und Kinder. Seit Februar 1944 war der Schlesier Heinz Schön als Schiffszahlmeisterassistent auf der „Wilhelm Gustloff“ im Einsatz. Er überlebte den Untergang. Ihn begleitete das Schicksal dieses Schiffes und das Erlebte bis zum seinem Tode im Jahr 2013. Schön wurde zum Chronisten des Schiffes und seines tragischen Endes. Als Zeitzeugen lassen wir ihn hier ausführlich zu Wort kommen. Heinz Schön schreibt in seinem Bericht das Erlebte.


Sudetenland

Der Zeitzeuge Norbert S. lebte in Birnai, einem Ort an der Elbe im Sudetenland. Der Bericht beschreibt seine Flucht zusammen mit seiner Familie nach Thüringen.


In diesem Bericht erzählt uns der Zeitzeuge die Geschichte seiner im Sudetenland lebenden Familie und dem Leben und der Vertreibung nach dem Krieg. Er erzählt aber auch – trotz aller Gräuel – von der Versöhnung, denn als der Zeuge 1980 das erste Mal nach der Vertreibung in seinen Heimatort Karlsbad reiste, lernte er die zweite Frau desjenigen kennen, der die Wohnung seiner Familie bezogen hatte. Zu dieser Frau pflegte der Zeuge eine freundschaftliche Beziehung bis zu ihrem Tod.


Die Zeitzeugin Ludmilla Sch. gibt hier einen Bericht über den den Todesmarsch der Deutschen aus Brünn und ihrem Ankommen in Österreich, sowie der Verteilung der Familie außerhalb der alten Heimat.


Die Phase der "wilden Vertreibungen" aus Nordböhmen hat Susanne F. als 12-jähriges Mädchen erlebt. Sie berichtet von Plünderungen, Vergewaltigungen - unter anderem ihrer Mutter - und schrecklichen Erlebnissen während ihrer Zeit in Trautenau. 


Erich L. beschreibt detailliert das Kriegsende, das Leben unter tschechischer Herrschaft und seine Vertreibung aus dem Sudetenland bis zur Ankunft in seinem neuen Wohnort in Rheinland-Pfalz. Sein Bericht ist sehr ausführlich, er beschreibt detailliert das Zusammenleben mit der tschechischen Bevölkerung und die anschließende Vertreibung. 


Einen eher untypischen Fluchtbericht, mit ersten Nachkriegserfahrungen beschreibt Egbert S. aus Teplitz Schönau in Nordböhmen. Untypisch deshalb, weil sein Vater nach dem Münchner Abkommen in das Sudetenland versetzt worden ist. Die Familie stammt ursprünglich aus Hessen. Insofern ist die Erfahrung der Vertreibung auch eine Erfahrung der Rückkehr zur Verwandtschaft. Interessant ist aber die Fluchtgeschichte und auch das Leben der Familie in den Nachkriegsjahren. 


Keinen Flucht- sondern einen Vertreibungsbericht schreibt Oswald W. aus Neustadt an der Tafelfichte, ebenfalls in Nordböhmen. Er schildert die Vertreibung aus Böhmen im Jahr 1946, das Verhalten gegenüber den Deutschen und den Transport nach Mecklenburg. 


 

Flucht und Vertreibung - 1
Flucht und Vertreibung - 2
Flucht und Vertreibung - 3