Zeitzeugenberichte über Flucht und Vertreibung

Erlebnisse bei Flucht und Vertreibung

Ilse Elisabeth Elfriede E. geb. G, geb. am 04.08.1925 in Nemrin in Pommern beschreibt die Geschichte ihrer Flucht von Körlin, Belgard, Gera nach berlin und später in den Westen. Der Bericht ist für ihre Kinder und Enkel geschrieben und sehr persönlich und authentisch. Auch grausame Fluchterlebnisse werden berichtet. Ihre Geschichte steht exemplarisch für das Flucht- und spätere Vertreibungsgeschehen in Pommern im Jahr 1945. 

Letzte Tage in Pommern - Flucht - Vertreibung

Günter Z. beschreibt die Flucht aus Oberschlesien und der anschließenden Rückkehr nach Borutin/Streitkirch in seinem Fluchtbericht. Die hier geschilderte Form der Rückkehr gab es häufig, insofern ist das Erlebte typisch.

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Einen sehr emotionalen Fluchtbericht schreibt Gerda G. aus Talwiesen in Ostpreußen. Sie erzählt eine fast typisch ostpreußisch zu nennende Flucht über das Frische Haff bis zur Ankunft im Westen. Sprachlich einfach verfasst mit häufiger Verwendung des typisch ostpreußischen Diminutivs kann man die ostpreußische Sprachfärbung beim Lesen regelrecht hören. 

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Einen eher untypischen Fluchtbericht, mit ersten Nachkriegserfahrungen beschreibt Egbert S. aus Teplitz Schönau in Nordböhmen. Untypisch deshalb, weil sein Vater nach dem Münchner Abkommen in das Sudetenland versetzt worden ist. Die Familie stammt ursprünglich aus Hessen. Insofern ist die Erfahrung der Vertreibung auch eine Erfahrung der Rückkehr zur Verwandtschaft. Interessant ist aber die Fluchtgeschichte und auch das Leben der Familie in den Nachkriegsjahren. 

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Keinen Flucht- sondern einen Vertreibungsbericht schreibt Oswald W. aus Neustadt an der Tafelfichte, ebenfalls in Nordböhmen. Er schildert die Vertreibung aus Böhmen im Jahr 1946, das Verhalten gegenüber den Deutschen und den Transport nach Mecklenburg. 

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Charlotte G. beschreibt in einfachen, aber eindrucksvollen Worten ihre Fluchterlebnisse nieder, den Tod ihrer Mutter und später dann das Leben unter russischer Herrschaft in Ostpreußen. 

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Es war die größte Katastrophe in der Geschichte der Seefahrt: Am 30. Januar 1945, kamen 9.343 Menschen in der eisigen Ostsee ums Leben – sechsmal so viele wie beim Untergang der „Titanic“ – drei Torpedos des sowjetischen U-Boots S-13 hatten das deutsche Flüchtlingsschiff „Wilhelm Gustloff“ getroffen. An Bord waren vor allem Frauen und Kinder. Seit Februar 1944 war der Schlesier Heinz Schön als Schiffszahlmeisterassistent auf der „Wilhelm Gustloff“ im Einsatz. Er überlebte den Untergang. Ihn begleitete das Schicksal dieses Schiffes und das Erlebte bis zum seinem Tode im Jahr 2013. Schön wurde zum Chronisten des Schiffes und seines tragischen Endes. Als Zeitzeugen lassen wir ihn hier ausführlich zu Wort kommen. Heinz Schön schreibt in seinem Bericht das Erlebte.

Flucht und Vertreibung - 1
Flucht und Vertreibung - 2
Flucht und Vertreibung - 3