ZgV - Zentrum gegen Vertreibung
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30.09.2014 16:22 Alter: 3 yrs
Kategorie: Aktuelles

Einladung zur Podiumsdiskussion am 15. Oktober 2014 Vertreibung als künstlerischer Impuls?


Die Stiftung ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN lädt gemeinsam mit dem Deutschen Kulturrat zu einer Podiumsdiskussion am

Mittwoch, dem 15. Oktober 2014, um 19:00 Uhr
in das Atrium der Bundespressekonferenz,
Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin

ein.

Begrüßung:
Erika Steinbach MdB, Vorsitzende der Stiftung ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN
Prof. Christian Höppner, Präsident des Deutschen Kulturrates

Podium:
Prof. Dr. Hellmuth Karasek, Buchautor und Literaturkritiker
Prof. Siegfried Matthus, Komponist
Alois Springer, Dirigent und Violinist
Erika Steinbach MdB, Geigerin

Moderation:
Prof. Peter Voß, Journalist und ehemaliger Intendant

An tiefen Lebenskrisen können Menschen zerbrechen. Sie können der Herausforderung aber auch mit Kraft und Mut begegnen. So kann aus einer Krise ein Impuls für ein ganzes Leben entspringen. Zweifelsohne stellt das millionenfache Schicksal von Flucht und Vertreibung zum Ende des Zweiten Weltkrieges für die Betroffenen eine solche Lebenskrise dar - ein Trauma, dessen Verarbeitung sich nicht nur auf das eigene Leben begrenzte, sondern sich oft sogar auf die Nachfahren auswirkte. Für manchen war der Neuanfang eine bittere, schier unlösbare Lebenserfahrung. Viele andere resignierten nicht und bauten mit großem Leistungswillen aus dem Nichts neue Existenzen auf. Wie gerade im künstlerischen Bereich die Verarbeitung einer Lebenskrise zu einem wichtigen kreativen Impuls werden kann, zeigt nicht nur das Schicksal von Ludwig van Beethoven, der seit seinem 31. Lebensjahr über zunehmende Schwerhörigkeit klagte und einige seiner größten Werke völlig taub komponierte. Auch der Lebensweg vieler Künstler mit Vertriebenenhintergrund lässt die Vermutung zu, dass Flucht und Vertreibung ihr Schaffen maßgeblich beeinflusst haben. Diese Frage wollen wir mit persönlich Betroffenen diskutieren.

Bei Teilnahmeinteresse wenden Sie sich bitte an das Organisationsbüro der Stiftung in Bonn unter 0228/81007-0 oder
info@z-g-v.de.