ZgV - Zentrum gegen Vertreibung
< Die Wanderausstellung "Erzwungene Wege Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts"
18.10.2011 15:23 Alter: 6 yrs
Kategorie: Aktuelles

Angekommen Eine Ausstellung zur Integration der deutschen Heimatvertriebenen


Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert wird

am 25. Oktober 2011
um 14.00 Uhr
im Deutschen Bundestag, Paul-Löbe-Haus

vor geladenen Gästen unsere neue Ausstellung

Angekommen
Die Integration der Vertriebenen in Deutschland

eröffnen.

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich MdB wird ebenso ein Grußwort sprechen, wie die BdV-Präsidentin und Vorsitzende der Stiftung ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN, Erika Steinbach MdB.

Danach wird die Ausstellung bis zum 18. November 2011 von Montag bis Freitag zu sehen sein. Sie ist nach den Zutrittsregeln des Deutschen Bundestages nur nach vorheriger Anmeldung zu besichtigen. Die Anmeldung kann telefonisch oder per E-Mail erfolgen.
Telefon: 030 / 227-35425
E-Mail: info-ausstellungen-plh@bundestag.de

Einlass erfolgt jeweils Montag bis Donnerstag um 11.00 und 14.00 Uhr, Freitag um 11.00 Uhr.

Die Flucht und Vertreibung von 12 bis 15 Millionen Deutschen bis weit nach Ende des Zweiten Weltkrieges war die größte Zwangsmigration in der europäischen Geschichte. Die Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen war rückblickend ein Erfolg, der zu den größten Leistungen Deutschlands nach 1945 zählt. Dies wurde nicht zuletzt durch eine Sozialgesetzgebung und Maßnahmen wie den Lastenausgleich erreicht.
Der Weg dahin war jedoch von einer Vielzahl menschlicher Härten, Leid der Betroffenen und Spannungen zwischen Alteingesessenen und Neuankömmlingen geprägt. Die Einheimischen ignorierten weitgehend, dass sie selbst nur auf Grund der Geografie ihres Wohnortes von Vertreibung verschont waren. Lange blieb unklar, ob die Entwicklung positiv sein würde. Fehlender Wohnraum, Mangelernährung, soziale und wirtschaftliche Ausgrenzung begleiteten den Weg zum Miteinander in Deutschland. Der Wille der Vertriebenen, das Land aus den Trümmern des Krieges mit aufzubauen sowie für ein Europa in Frieden zu arbeiten, war wesentlicher Teil des Erfolges.
Die Angekommenen wurden aber nicht einfach folgenlos von der bestehenden Gesellschaft absorbiert. Es kam vielmehr zu den größten politischen, sozialen und konfessionellen Veränderungen seit dem 30jährigen Krieg. Aus den vielschichtigen Kulturen der Alt- und Neubürger entstand eine neue deutsche Identität. Die Pflege des gemeinsamen kulturellen Erbes ist eine gesamtdeutsche Aufgabe.