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Das ZENTRUM in Berlin
ERZWUNGENE WEGE

ERZWUNGENE WEGE
Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts

Zu unserer Ausstellung im Kronprinzenpalais in Berlin, die vom 11. August bis zum 29. Oktober 2006 stattgefunden hat, ist der Katalog beim

BdV Buchdienst
Bismarckstraße 90
D-40210 Düsseldorf

Tel.: 0211 - 350361
Fax: 0211 - 369676
E-Mail: buchdienst@bdv-nrw.de

zum Preis von 12,95 EUR erhältlich.

Der Katalog vermittelt einen hervorragenden Überblick über die inhaltliche und räumliche Gestaltung der Ausstellung.

Bilder zur Ausstellung (als PDF-Datei 9,3 MB)

Eine Website zu der Ausstellung wird zur Zeit erstellt.


Die Ausstellung im Überblick:
Die Ausstellung zeigt Schicksale von Flucht und Vertreibung und durchmisst zeitlich und räumlich das Europa des 20. Jahrhunderts. Eine chronologische Linie bietet einen Überblick über die unterschiedlichen Erscheinungsformen von Flucht, Vertreibung und Genozid im 20. Jahrhundert. Diese Ereignisse werden jeweils in ihrem historischen Kontext behandelt. Neben den menschlichen Tragödien werden auch die kulturellen Verluste dargestellt. Zeitzeugenberichte reflektieren europäische Einzelschicksale. Themenräume sind übergreifenden Aspekten, wie Heimat, Fluchtwege, Lager, Rechtssituation und Dialog über das Geschehene gewidmet und berichten von traumatischen und existenziellen Erfahrungen der Leidtragenden.

Als Hauptursache für Vertreibungen ethnischer Gruppen und Minderheiten steht vor allem die Idee des ethnisch homogenen Nationalstaates. Menschen wurden auf den Weg gezwungen oder vernichtet, weil sich Staaten davon eine Frieden fördernde Wirkung versprachen oder weil diese Gruppen gewaltsamen Hegemonialansprüchen im Weg standen. Rassismus und Antisemitismus waren unabhängig vom Nationalismus eigene Motive für Vertreibung und Vernichtung.

Die unterschiedlichen Beweggründe und Rahmenbedingungen für Vertreibung sollen am Beispiel folgender Schicksale sichtbar gemacht werden:

  • 1915/1916
Der Völkermord an den Armeniern
  • 1922/23
Vertreibung, Massaker und nachträgliche völkerrechtliche Legitimierung von "Bevölkerungsaustausch": Der Lausanner Vertrag und die Folgen für Griechen und Türken
  • Ab 1933
Die Vertreibung der Juden Europas als "Baustein des Holocaust"
  • 1939/40 bis 1944/47
Die Umsiedlung der West-Karelier
  • 1939 bis 1949
Zwangsumsiedlungen, Vertreibungen und Deportationen der Polen, der Balten und der Ukrainer
  • 1944 bis 1946/48
Die Vertreibung und Verschleppung der Deutschen am Ende des Zweiten Weltkriegs
  • 1944 ff
Die Vertreibung der Italiener aus Jugoslawien
  • 1963/1964 und 1974
Vertreibungen als Folge des Zypern-Konfliktes
  • 1990er Jahre
Kriege und Vertreibungen im ehemaligen Jugoslawien: Das Beispiel Bosnien und Herzegowina


Veranstalter:
Stiftung ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN
Friedrichstr. 35/V, 65185 Wiesbaden
Ausstellungskonzeption und Realisierung:
Wilfried Rogasch, Katharina Klotz, Doris Müller-Toovey
Ausstellungsgestaltung:
Bernd Bess Architekten